Die festgefahrene Strukturen mit Wohnungspuff oder Salons werden ja meist in Verbindung mit mafiösen Strukturen (nicht nur Menschenhandel oder Drogen, sondern noch mehr mit Geldwäscherei) gebracht. Das Puff oberhalb eines Autoexporteurs oder Dönerladens in mittelgrossen Städten ist hier sicherlich das Muster.
Ich habe die Kleinbordelle und Salons nie damit in Verbindung gebracht, allerdings bin ich wenig in mittelgrossen Städten unterwegs. Ich denke dass ein kleines Puff wesentlich besser von einer einzelnen Frau selbständig betrieben werden kann, als die grossen Betriebe.
Mir gefallen diese "festgefahrenen" Strukturen als Kunde wesentlich besser als der Trend zu selbständigen oder "selbständigen" Frauen, die mit stark retuschierten oder fremden Fotos werben, und in irgendwelchen Business-Apartments tätig sind. Dort kann genau so gut ein Zuhälter dahinter stecken, blos ist die Kontrolle durch die Polizei schwieriger.
Ich möchte meine Besuche zukünftig nicht erst spätabends durchführen müssen, damit mich auch ja keine A.... sieht. Auch auf die roten Lämpchen am Eingang kann ich getrost verzichten.
Es gab schon immer kleine Wohnungspuffs, die ohne rotes Licht ausgekommen sind. Gerade die Politik der letzten Jahren hat denen aber arg zugesetzt (zonenfremde Nutzung).
Es fehlen doch einfach gut geführte Lokale, welche auch eine ehrliche Steuererklärung ausfüllen und diese fristgerecht bezahlen. In dem man einen Kaffee oder Rivella trinken kann, und wenn einem eine Dame gefällt, sie ansprechen kann. Nichts muss...., alles kann dann.....
Es gibt Kontaktbars, ob die immer gut geführt sind und die Steuern ehrlich abführen, ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Und die Zimmermieten der Frauen sind dann nochmals ein Thema für sich.
Eine weitere Lösung wäre - und sicherlich wären von links bis rechts alle Politiker (die übrigens immer noch, parteiübergreifend, all diesen Service auch selbst konsumieren) einverstanden - bei diesen gut geführten Lokalen eine Art "Vergnügungssteuer" in etwas niedrigem Segment als die der Tabaksteuer einzuführen. Ganz im Sinne: du fi.... für die Oeffentlichkeit.
Wenn wir von einer Miliarde Jahresumsatz 10% abliefern, so freut sich die Schweiz über 100 Milionen mehr.
Vergnügungssteuern haben in der Schweiz meines Wissens keine Tradition. Und die Abgaben auf Alkohol, Tabak und Glückspiele werden mit der Schädlichkeit begründet. Es gibt in dem Bereich strikte Regeln, die sich einigermassen kontrollieren lassen (Wenn jemand privat Bier braut, dann geht das natürlich an der Steuer vorbei).
Mit einer Sonderabgabe würde man die Rotlichtbranche moralisch in den Bereich Tabak und Alkohol verschieben, 10% vom Umsatz sind nicht wenig (Mehrwertsteuer und Gewinnsteuer müssen ja auch abgeführt werden). Der Vollzug ist dann nochmals ein anderes Problem, ich unterstelle das jetzt schon viele Frauen ihre Einnahmen nicht, oder nicht vollständig, versteuern. Ausländische Frauen, die nicht mehr als 90 Tage arbeiten, zahlen meines Wissens nur eine Pauschle (Weiss nicht ob das in allen Kantonen so geregelt ist).