Ro. hatte aber noch eine ältere Schwester (Fa., 28) mit der ich mich sehr viel besser verstand, auch weil sie Deutsch sprach. Sie hatte schon gemerkt, daß ich mit Ro. nicht besonders glücklich war und Dienstagnacht sagte ich Fa., daß ich lieber mit ihr als mit ihrer jüngeren Schwester zusammen wäre. Kein Problem, meinte sie. Zufällig kam Ro. kurz darauf dazu und erfuhr dies von ihrer Schwester. Sie raffte ihre Sachen zusammen und rauschte mit hocherhobenem Kopf und der Bemerkung “Ha, Party!” aus meinem Zimmer. Als Fa. etwa 45 Minuten später nochmal vorbeikam, gestand sie mir, daß sie leider ein Problem hätte: sie hatte gerade ihre Tage. Und das fiel ihr erst jetzt ein, nachdem ich Ro. garantiert los war… Ich hatte die idiotische Hoffnung, daß sich das ändern könnte und wartete, aber am Freitag hatte Fa. angeblich immer noch ihre Tage und außerdem gab sie jetzt zu, daß sie das ihrer Schwester nicht antun könnte. Dann versuchte sie, mich wieder mit Ro. zusammenzubringen und meinte, ihre kleine Schwester wollte mit mir ins Bett. Nach mehreren Tagen unfreiwilliger Enthaltsamkeit war ich natürlich auch ganz schön scharf und da die Auswahl nicht groß war (eigentlich hatte ich nie eine Wahl), sagte ich mir: “Besser die als keine.” Ich überraschte Ro. am Nachmittag in einer Gemeinschaftsdusche und hab’ sie da schön eingeseift. Ich hätt’ sie am liebsten gleich an Ort und Stelle gefickt, aber wer möchte da nicht mal lecken…sie hat mich noch so lange hingehalten, bis wir in meinem Bett waren… Am nächsten Morgen hab’ ich sie heimlich nackt schlafend im Bett fotografiert, aber sie hat trotzdem irgendwie was gemerkt und war ziemlich sauer. Sie erzählte den anderen davon und als die die Bilder sahen und sehr schön fanden, änderte sie ihre Meinung und war sogar irgendwie stolz auf diese Bilder.
Am Nachmittag machten wir einen Ausflug und sie fing an, mit J. zu flirten, vielleicht war das ihre Art sich zu revanchieren. Die Nacht verbrachte ich wieder allein und am nächsten Tag (Sonntag) ging die Flirterei zwischen Ro. und J. weiter. Und sie trank einiges und nicht nur Bier. Dann wurde sie langsam agressiv, schmiß mich und mehrere andere Leute in den Pool und wurde ziemlich handgreiflich. Ich erhielt eine deftige Ohrfeige als ich sie umarmen wollte und Bernd angeblich sogar einen Tritt in die Eier. Das war sogar ihm zuviel an Temperament. Montagmittag verließen uns Fa. und Ro. und am Abend kam Bernd mit Gi. (27) zurück. Er hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, etwas passendes für mich zu finden. Nach dem Frust der letzten Tage hatte ich eigentlich zu gar nichts Lust, aber als ich sie sah, rührte sich plötzlich wieder was in mir… Ich wünschte, ich hätte sie gleich zu Beginn der Party getroffen, denn sie sprach etwas Deutsch und war ein wirklich hübsches und liebes Mädel. Aber vor allem im Bett war Gi. genau nach meinem Geschmack, mit ihr hatte ich wohl den einzigen Benzinmotor Brasiliens erwischt, der schon morgens läuft (lag vielleicht auch daran, daß sie indianische Vorfahren hatte). Sie ergriff gleich nach dem Aufstehen die Initiative und kümmerte sich ausgiebig mit ihrer Zunge um meine Morgenlatte.
Trotzdem hatte sie ein angenehmes, sanftes Temperament; manchmal etwas fordernd aber nicht bestimmend. Leider bin ich ja dann am Mittwoch krank geworden und hatte nicht mehr viel von ihr. Obwohl Bernd das ganze auf der Brasil-Club Seite als “Swingerparty” bezeichnet und versichert, das ein Wechsel jederzeit problemlos möglich sei, stimmt das also nicht. Wie man sieht sind die Frauen extrem eifersüchtig und hitzig, auch wenn das oft schnell wieder abflaut. Der viele Alkohol tut natürlich noch ein Übriges. Ein Wechsel ist nur mit viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung möglich und meist geht’s nur, indem man die erste ganz wegschickt bevor man die nächste holt. Ein Teilnehmer einer früheren Party bemerkte in einem Forumsbeitrag, daß Bernd sich dankenswerterweise um die “Entsorgung der Altlasten” gekümmert hätte. Das kann ich leider nur bestätigen, aber so stelle ich mir keine Swingerparty vor.
Die anderen waren doch nicht so monogam wie ich zunächst dachte und haben sich ihre Abwechslung in einer Disco in Recife geholt. Da die Jungs beim ersten Besuch Montagnacht noch in fester weiblicher Begleitung dort waren, lief da wohl noch nichts (ich war ja nicht dabei), aber Blut geleckt hatten sie. Denn der Discobesuch wurde insgesamt glaub’ ich 4 mal wiederholt, allerdings ohne Begleitung ! Die Mädchen wurden mit einer ziemlich offensichtlichen Ausrede (“Wir sehen uns nochmal das Gefängnis an, da dürft ihr ja sowieso nicht rein”) zu Hause gelassen (die waren natürlich ganz schön sauer und zeigten “ihren” Männern die rote Karte aus dem Spettus) und dann ging’s im winzigen Fiat spät Abends noch nach Recife.
Details habe ich keine erfahren, aber doch soviel, daß jeder nach durchzechter Nacht mit einer Frau in einem Stundenhotel am Stadtrand von Recife gelandet ist. Nach allem, was ich über diese Disco gehört hatte, glaub’ ich nicht, daß die Frauen umsonst mitgegangen sind (ich vermute hier bekam Bernd auch seinen “Nachschub” her für die Party) und zusammen mit der Getränkerechnung und dem Stundenhotel dürfte da pro Abend ein hübsches Sümmchen zusammengekommen sein. Die Männer haben sich in meinen Augen wie frustrierte Ehemänner benommen, die mal über die Stränge schlagen und aus dem Ehetrott ausbrechen wollten, und daß, obwohl sie zu Hause einen ganzen Stall voller Hühner haben. Mag sein, daß ich deshalb keinen Spaß hatte, weil ich mich an diesem “Ausbruch” nicht beteiligte. Aber ich sehe nicht ein, daß ich bei einer “all-inclusive-Party” für fast 6.000,- DM noch zusätzlich annähernd 1.000,- DM (geschätzt) ausgeben muß, um wirklich Spaß zu haben. Irgendwas stimmt da nicht…
Wie sah nun so ein normaler Tag im Club aus? Von den Ausflügen habe ich ja schon berichtet. Durch die durchzechten, langen Nächte wurde das Frühstück von Tag zu Tag immer später und von Gemeinsamkeit kaum eine Spur. So nach und nach trafen sich dann alle am Pool, gingen Schwimmen, lagen in der Sonne, spielten Wasserball oder gingen ins Dampfbad. Vor allem die Mädchen waren oft mit ihren Handies beschäftigt oder saßen vor dem fast ständig laufenden Fernseher. Am schlimmsten war die Zeit zwischen 18 und 22 Uhr, da liefen immer die sehr beliebten Telenovelas (Fortsetzungsserien ähnlich wie unsere “Lindenstraße” oder “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”). Dann hängt angeblich fast ganz Brasilien vor dem Fernseher und es soll nur sehr schwer sein, sich während dieser Zeit mit einem Brasilianer zu verabreden. Ich empfand die blöde Flimmerkiste als ziemlich nervend und langweilig, gerade in diesen Abendstunden hatte ich das Gefühl bei den Mädels völlig abgemeldet zu sein. Ich versuchte es sogar mal mit dem Spruch “Hallo, hier ist das Programm” und winkte – keine Reaktion. Die Droge Fernsehen war stärker. Vom angekündigten (erotischen) Programm wurde eigentlich nichts realisiert, daß die wenigen verbleibenden Punkte oft an anderen Tagen stattfanden, ist da schon völlig unerheblich, spricht aber für das Chaos bzw. die Unzuverlässigkeit des Veranstalters:
· Samstag: abends Anreise, danach Abendessen und Stringtangaparty bis in die frühen Morgenstunden o.k., aber einen richtigen Stringtanga hab’ ich in den ganzen 2 Wochen nicht gesehen
· Sonntag: morgens: Joggen am Strand mit Mädels und ohne Latte!!! Fehlanzeige, vor allem die Morgenlatte war mein ständiger quälender Begleiter (s.o.)
nachmittags: Strandparty mit Mädels-”Naßmachwettbewerb” – Der Verlierer erhält 1 Liter Gleitöl Fehlanzeige, Pussylecken in aller Öffentlichkeit ist undenkbar !
abends: 1. Mega Party Abend mit aktuellen Party-Songs o.k., aber das fast jede Nacht bis zur Vergasung?
· Montag: morgens: Historischer Frühschoppen mit Alt-Bier (es gibt auch Kaffee) Fehlanzeige, aber Pils und Kaffee gab’s eigentlich immer
nachmittags: Bootsausflug zur “Liebesinsel” mit Nacktbaden Fehlanzeige, schon “oben ohne” ist für eine Brasilianerin undenkbar und selbst am Pool hatte alles seine Ordnung
abends: Orgasmus Party – kommst Du auch ?! Fehlanzeige, die fand höchstens bei jedem im stillen Kämmerlein statt
· Dienstag: morgens: “Blinde Kuh” mit nackten Mädels Fehlanzeige, siehe Nacktbaden
nachmittags: Fahrt zum Shopping-Center Boa Viagem, dem drittgrößten Einkaufszentrum Südamerikas
(Ausreichend Zeit zum Einkaufen) o.k., aber bei den Preisen kaufe ich lieber in Deutschland
abends: Schlagerparty – da schlägts 13 GoGo-Girls daher o.k., aber wie GoGo-Girls haben sich die meisten Mädels nicht benommen
· Mittwoch: morgens: Nackttauchen im Pool, wer erkennt seine Freundin am PoPo? Fehlanzeige, siehe oben…
mittags: SPECIAL – Essen am lebenden Buffet? Spaß bei der Essenwahl garantiert! Fehlanzeige, darauf hatte ich mich besonders gefreut, denn der Vorschlag war von mir